Geschichte
Anfang des 19. Jahrhunderts war der bisherige Sitz der Familie von Stralendorff abgerissen worden. 1860 ließ Franz von Stralendorff durch den aus Wismar stammenden Architekten G. H. Thormann das heutige Schloss Gamehl im neogotischen Stil errichten. Es war Mittelpunkt einer großen Gutsanlage mit zahlreichen Nebengebäuden.
Gamehl war und blieb über 600 Jahren ununterbrochen - mit Ausnahme der DDR-Zeit - Stammsitz und Mittelpunkt der Familie.
Der Baumeister versah das Gebäude mit einem für den neogotischen Stil typischen Turmbau, mit originellen Ziegelornamenten und Bogenfenstern. Im Innenbereich wurden die Räume reich mit Stuck sowie Parkett und Holzdielenböden ausgestattet.
Bis 1945 blieb Schloss Gamehl Sitz der Familie, letzter Schlossherr war Joachim von Stralendorff. 2000 wurde Schloss Gamehl von Dagmar von Stralendorff wieder erworben. Das Gebäude wurde in mehrjähriger aufwändiger Arbeit restauriert. Dabei wurde großer Wert darauf gelegt, den Ziegelbau und seine Innenräume in der originalen Struktur mit allen charakteristischen Stilelementen und in den ursprünglichen Formen und Farben wiedererstehen zu lassen.
Der Name "Gamehl" läßt sich von der wendischen Bezeichnung für "Hügel" ableiten und weist auf die erhöhte Lage des Ortes hin.





